Markt

Eine Bruttowertschöpfung von 130 Mrd. Euro macht die von unternehmenseigenen Organisationen und von Dienstleistern am Markt erbrachten  Facility Services und Managementleistungen zu einer Stütze des Wirtschaftslebens. Mehr als 5% des Bruttoinlandsprodukts werden hier erwirtschaftet. Dies besagt der von GEFMA herausgegebene FM-Branchenreport 2014. Die aktualisierte Neuauflage der 2010 erstmals publizierten Erhebung bestätigt: Das Facility Management ist eine der Schlüssel-branchen und Stützen der deutschen Wirtschaft!

Marktstruktur

Traditionell findet die Einteilung des deutschen FM-Marktes nach folgenden Kriterien statt:

  • Integrierte FM-Leistungen › Komplettanbieter, Systemdienstleister
  • Modulare FM-Leistungen (technisch, infrastrukturell, kaufmännisch) › Modulanbieter
  • Einzelne FM-Leistungen › spezialisierte Einzelgewerkeanbieter

Der deutsche FM-Markt ist geprägt durch eine Vielzahl von Unternehmen mit unterschiedlicher Branchenherkunft und damit auch differenzierten Kernkompetenzen:

  • Bau
  • Anlagenbau/Gebäudetechnik
  • Infrastrukturelle Dienstleistungen
  • Immobilienvermarktung

Dabei versuchen die meisten Anbieter ihr Leistungsspektrum hin zu einem Komplettangebot zu vervollständigen und eine höhere Eigenleistungstiefe zu gewährleisten - mit Folge eines merklichen Verdrängungswettbewerbs. Kennzeichnend ist aber auch die Weiterentwicklung ganzheitlicher Bewirtschaftungskonzepte durch Systemdienstleister.

Eine dritte wichtige Unterscheidungsmöglichkeit ist die Unterteilung in Branchen, die FM-Leistungen nachfragen. Groß ist die Nachfrage vor allem im Dienstleistungssektor und industriellen Gewerbe, aber auch der Retail Bereich ist bereits ein wichtiger Nutzer von FM-Leistungen. Zunehmend werden aber auch das Gesundheitswesen und der öffentliche Sektor wichtige Impulsgeber.

Um die spezifischen Anforderungen von Branchen hinreichend zu berücksichtigen, positioniert GEFMA Arbeitskreise.

Marktteilnehmer

Neben vielen kleineren, spezialisierten Teilnehmern wird der FM-Markt vor allem durch große FM-Nachfrager (Nutzer, Kunden) und FM-Dienstleistungsanbieter geprägt. Die Attraktivität des FM-Marktes mit niedrigen Risiken, geringer Kapitalbindung sowie konstantem Cash-Flow, hat in der Vergangenheit viele Unternehmen angelockt, sich neben ihrem Kerngeschäft ein zweites Standbein zu schaffen. Viele FM-Unternehmen konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Als Reaktion findet eine merkliche Konsolidierung des FM-Marktes statt. Unter den Top Ten im FM stehen Dienstleistungsunternehmen, die ihre strategische Heimat in Konzernen haben, die das FM als Verlängerung ihrer eigenen Wertschöpfungskette für sich erkannt haben.